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So trainiert die US-Nationalmannschaft

2015 - Kisik Lee und sein Team beim Training in Deutschland - Eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in Kopenhagen landete die US-Nationalmannschaft rund um Coach Kisik Lee, Guy Krueger und Mel Nichols am Flughafen Berlin Tegel. Von dort aus reiste das Team zum Training in das Bundesleistungszentrum Kienbaum. Technik- und Wettkampftraining standen auf dem Programm und es wurden letzte Feinschliffe am Material vorgenommen.

Auch wegen der Zeitverschiebung zwischen den USA und Europa nutzte das US-Team ein fünftägiges Training in Kienbaum bei Berlin, um sich auf den veränderten Schlaf-Wach-Rhythmus einzustellen. Am 20. Juli 2015 standen die Damen- und die Herrenmannschaft erstmals auf dem Trainingsplatz für den Bogensport. Kisik Lee arbeitete während des Trainings mit den US-Coaches Richard Guy Krueger und Mel Nichols zusammen.

Die Athleten nutzten die Zeit überwiegend für individuelle Trainingsinhalte, schossen von morgens 09:00 Uhr bis spät abends. Neben dem Schießen auf 70 Meter nutzten sie kurze Distanzen von rund zehn Meter für das Techniktraining. Einzelne Sportler machten Technik-Drills mit Ellbogentrainer. Der Ellbogentrainer, der die Sehne nach dem Lösen auffängt, ist ein Hilfsmittel, mit dem der Einsatz der Rückenspannung trainiert wird.  Das Trainerteam setzte immer wieder Tablet-PCs ein, um Details der Schießtechnik bei den Sportlern zu filmen. Die Aufnahmen wurden von den jeweiligen Trainern begutachtet und im Einzelfall mit den Sportlern besprochen. Auch beim Match-Training wurden die Tablet-PCs als Ampelsteuerung eingesetzt. Das Trainerteam arbeitete mit den Sportlern partnerschaftlich zusammen. Sie gaben den Athleten in dieser Woche vor der WM Freiräume für die Ausgestaltung des Trainings, waren jedoch an ihrer Seite, wenn die Athleten Unterstützung benötigten.

Ariel Gibilaro trainiert mit dem Ellbogentrainer und wird von Coach Guy Krueger gefilmt.
Ariel Gibilaro trainiert mit dem Ellbogentrainer und wird von Coach Guy Krueger gefilmt.

Am Material wurden auch in der Woche vor der WM letzte Tuningprozesse durchgeführt. Kisik Lee bearbeitete mit einer Feile die Griffschale eines Bogens. Mel Collins korrigierte den Tiller am Bogen eines Athleten, der anschließend auf einer 50 Meter-Scheibe die Pfeilgruppierungen ausschoss.

Collin Klimitchek
Collin Klimitchek

Collin Klimitchek (Foto), Zach Garrett und Ariel Gibilaro setzten ein Stabilisatorensystem mit dünnen Carbonrohren ein. Der Monostabilisator von Collin Klimitchek hatte eine Länge von 30“, die leicht nach unten abgewinkelten Konterstabilisatoren 14". Die Systeme mit den langen Konterstabilisatoren reduzieren die Kopflastigkeit der Bögen und werden insbesondere von den US-Athleten eingesetzt.

Pfeilauflage HOYT Super Rest
Pfeilauflage HOYT Super Rest

Als Pfeilauflage setzten drei der US-Athleten die HOYT Super Rest ein. Khatuna Lorig, Zach Gerrit und Ariel Gibilaro sind davon überzeugt, dass dieses preisgünstige Produkt zu den besten Pfeilauflagen auf dem Markt zählt. Brady Ellison, Collin Klimichek und La Nola Pritchard schossen mit einer Shibuya Ultima Recurve Rest.

Gummidämpfer an den Wurfarmen
Gummidämpfer an den Wurfarmen

Alle Athleten setzten Gummidämpfer an den Wurfarmen ein.

An den Stabilisatorensystemen hingegen verzichteten einige der US-Sportler wie Collin Klimitchek auf die Dämpfer aus dem weichem Kunststoff. 

Die Ahtleten nutzten den Aufenthalt in Kienbaum auch für Aktivitäten außerhalb des Bogensports.  Brady Ellison entspannte sich abends beim Angeln, Zach Garrett spielte in der Mittagspause Fußball Khatuna Lorig nutzte den Kraftsportraum und La Nola Pritchard schwamm abends ihre Bahnen in der Schwimmhalle.

Zach Garret zeigte sich auch beim
Zach Garret zeigte sich auch beim "Soccer" athletisch.

Nach vier Tagen im Bundesleistungszentrum Kienbaum absolvierten die US-Sportler ihr letztes Training und nutzten den Nachmittag für ein Sightseeing in Berlin. Am Ostbahnhof besuchte das Team den letzten Abschnitt der Berliner Mauer an der East Side Gallery. Von dort ging es weiter zum Fernsehturm am Alexanderplatz. Abends startete in Berlin Tegel schließlich die Maschine, die das Team nach Kopenhagen bringen sollte. Dort folgten drei weitere Tage für das Training, bis die Weltmeisterschaft schließlich am 27. Juli mit der Qualifikationsrunde begann.

/GK

 

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