Bundesligafinale Bogen: Berlin erst „wackelig“, dann souverän zum Titel
Bundesligafinale Bogen: Berlin erst „wackelig“, dann souverän zum Titel

24.02.2018 – Der BSC BB-Berlin ist neuer Deutscher Hallen-Mannschaftsmeister im Bogensport. Der Hauptstadtklub setzte sich in Wiesbaden vor 1.000 Zuschauern in der Halle am Platz der deutschen Einheit im Finale 6:2 (59:55, 57:56, 57:58, 58:57) gegen Überraschungs-Finalist Blankenfelder BS 08 durch und bejubelte bei der 21. Auflage des Finals zum fünften Mal den Sprung auf das oberste Treppchen. Damit zogen die Berlinerinnen mit Rekordgewinner SGi Welzheim gleich. Platz drei sicherte sich der SV Querum.

Als der letzte Pfeil von Lisa Unruh in Gold einschlug, war die Entscheidung gefallen: Berlin bezwang in einem zunächst einseitigen, dann spannenden Finale den Blankenfelder BS 08 und sicherte sich den erhofften Titel. Die siegreichen Finalschützen Lisa Unruh, Elena Richter und Jannis Kramer fielen sich mit Trainerin Irene Abel und den anderen Schützen Carlo Schmidt und Eric Skoeries in die Arme: „Das Finale in Wiesbaden mit dem Publikum, der Stimmung und der Organisation ist super, es ist keine 08/15-Veranstaltung. Und wenn man gewinnt natürlich nochmals schöner“, sagte Unruh, die im dritten Satz „Meister-Schuss“ hatte, diesen aber mit einer neun vergab. „Natürlich ärgert man sich darüber, man muss es aber vergessen und sich wieder neu fokussieren.“ Das gelang glänzend, auch weil Blankenfeld mit Claire van Dijck, Richard Schatursunow, Arne Metzlaff und Peter Sach sowie Betreuer Stefan Laux zunächst nicht die großartigen Leistungen aus der Gruppenphase und im Halbfinale bestätigen konnten. „Für uns ist es super gelaufen, wir wollten gut schießen, das haben wir geschafft“, sagte Arne Metzlaff dennoch zufrieden. Zufrieden war auch Berlins Trainerin Irene Abel, „weil die Situation kompliziert war. Die Kaderathleten waren erst am Dienstag aus Amerika zurück und gesundheitlich angeschlagen, das Ziel Medaille war aber unverändert!“ Nun ist es der Titel geworden, „für den wir vom Verein sicherlich zum Essen eingeladen werden“, so Abel mit dem Meisterspiegel in der Hand.

Berlin zittert sich ins Halbfinale

In der Poolphase gab es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg zwischen Querum und Tacherting sowie in Pool B einen Zweikampf zwischen Berlin und Welzheim um Platz zwei. Zwar setzte Querum gleich im ersten Duell des Tages ein echtes Ausrufezeichen, als das Trio gegen Neumarkt mit einer perfekten 180 (!) startete, doch im direkten Vergleich mit Tacherting zogen die Niedersachsen mit 1:5 den Kürzeren. In Gruppe B marschierte der Nord-Vierte Blankenfeld überraschend vorneweg, um den zweiten Platz im Halbfinale gab es ein ganz enges Rennen zwischen Berlin und Welzheim – der Hauptstadtklub zog bei Punktgleichheit nur dank der besseren Satzpunkte (11:9) in die Vorschlussrunde ein. „Querum hat mit 180 ein echtes Zeichen gesetzt und die Konkurrenz beeindruckt, Tacherting hat sich mit einer starken Leistung in den absoluten Favoritenkreis geschossen. Es ist von der Qualität das beste Bundesliga-Finale, was ich bisher gesehen habe. Und das zeigt sich ja auch im internationalen Bereich und ist wichtig für unsere Kaderathleten, um bei den internationalen Wettkämpfen zu bestehen“, urteilte Bundestrainer Oliver Haidn nach der Gruppenphase.

Der Norden dreht auf

Im Halbfinale drehten die Berlinerinnen um die frischgebackenen Hallenmannchafts-Weltmeisterinnen Lisa Unruh und Elena Richter auf und bezwangen Tacherting glatt 6:0 (59:57, 58:57, 59:57). Ebenfalls dominant agierte Blankenfeld in seinem Duell gegen Querum, gewann 6:2 (60:56, 59:56, 58:59, 58:56) und bestätigte damit Haidn, der nach der Vorrunde gesagt hatte: „Blankenfeld ist die Überraschung, die hat es aber bei der Finalrunde immer gegeben. Wenn sie ihren Spaß und ihre Unbekümmertheit beibehalten, dann ist alles möglich!“

Querum auf Platz drei

Im Bronzefinale zeigten Querum und Tacherting unbeeindruckt von den Halbfinal-Niederlagen nochmals großen Sport. Am Ende setzte sich der Nord-Erste mit Florian Floto, Thomas Hasenfuß und Heiko Keib 6:2 (58:55, 58:59, 60:58, 59:57) durch und erreichte damit das Mininmalziel Medaille.

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Text: DSB

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