Erste Standortbestimmung nach der Hallensaison
Weltcup Shanghai: Erste Standortbestimmung nach der Hallensaison

20.04.2018 – Die Erfolge in der Hallensaison waren mit dem WM-Titel in Einzel (Elena Richter) und Team (Richter, Lisa Unruh, Michelle Kroppen) herausragend, nun gilt es, den Schwung von dort in die Freiluftsaison mitzunehmen. Deshalb ist für Bundestrainer Oliver Haidn der Weltcup in Shanghai (23. bis 29. April) "eine erste Standortbestimmung, um zu sehen, wie wir aus der Halle gekommen sind."

Das Problem der deutschen Bogensportler ist ähnlich dem der Flintenschützen: In den Wintermonaten fehlen die Anlagen, um dauerhaft die olympischen 70 Meter schießen zu können. "Wir haben über die Wintermonate die Technik optimiert und die allgemeine und spezielle Athletik aufgebaut, einige Schützinnen und Schützen waren in Kalifornien und Antalya, um im Freien zu trainieren und zu schießen", erklärt Haidn das Programm der letzten Monate und Wochen. So waren beispielsweise Lisa Unruh und Florian Kahllund in der Türkei und zeigten dort einen guten Wettkampf, als sie jeweils Silber im Einzel holten und die Mixed-Konkurrenz gewannen.

Diese Erfolge wären in Shanghai wünschenswert, sind aber nicht unbedingt realistisch: "Es benötigt noch einige Wochen, bis wir zu den Nationen aufgeschlossen haben, die das ganze Jahr über Freiluft schießen. Die Asiaten haben beispielsweise schon zwei Grand Prix-Turniere geschossen", so der Bundestrainer. Dennoch hat Haidn klare Erwartungen an seine acht Schützinnen und Schützen: "Beide Teams und das Mixed-Duo sollten sich klar in den Top 16 wiederfinden. Im Einzel sollten alle eine solide Qualifikation abliefern. Was am Ende dann heraus springt, ist völlig offen."

Zuletzt waren seine Auserwählten in Dauchingen und Berlin, um das Material zu tunen. Dazu wurden auch High-Speed-Aufnahmen mit Diagnostik-Bundestrainer Guido Rudolph herangezogen, "weil das Material und die Technik sehr sensibel sind. Und schließlich wollen wir das Material optimal auf den Schützen abstimmen." Um in Shanghai und bei den folgenden Wettkämpfen bestmöglich abzuschneiden.

Das deutsche Team in Shanghai

  • Katharina Bauer, Michelle Kroppen, Elena Richter, Lisa Unruh
  • Florian Kahllund, Maximilian Weckmüller, Felix Wieser, Cedric Rieger
  • Betreuer: Oliver Haidn, Natalia Butuzova, Tobias Richter (Physiotherapeut)

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Quelle: DSB

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