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Paralympics: Bogenschützen kämpfen gegen Wind und Nerven
Paralympics: Bogenschützen kämpfen gegen Wind und Nerven

Guter Auftakt für die deutschen Bogenschützen bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro: Jennifer Heß (W2) ist bei ihrer Paralympics-Premiere am Vormittag mit dem Recurve-Bogen auf 594 Punkte gekommen und hat sich als Elfte für die nächste Runde qualifiziert. Dort trifft die Weltranglisten-Achte vom SV Hausbruch am kommenden Donnerstag, 15. September, ab 16.15 Uhr (11.15 Uhr brasilianischer Zeit) im direkten Duell auf Veronica Floreno. Die Weltranglisten-18. aus Italien kam als 22. der Platzierungsrunde weiter.

Noch stärker präsentierte sich Mike Szarszewski (W2) bei seiner zweiten Paralympics-Teilnahme. Der 46-Jährige vom SC Völklingen qualifizierte sich mit starken 629 Punkten als Dritter der Platzierungsrunde fürs 1/16-Finale. Dort trifft der Weltranglisten-Siebte am kommenden Dienstag, 13. September, ab 17 Uhr (12 Uhr brasilianischer Zeit) auf Diogo Souza. Der Brasilianer beendete die Vorrunde als 30..

Beide deutschen Schieß-Ergebnisse wurden fürs Achtelfinale im Team-Wettbewerb addiert, in dem Heß/Szarszewski am Sonntag ab 16.05 Uhr (11.05 brasilianischer Zeit) auf die Auswahl der Mongolei treffen. Chef-Trainer Mathias Nagel attestierte beiden deutschen Recurve-Schützen „eine starke Leistung. Sie haben eine gute Basis gelegt".

Am Nachmittag hatten alle Athleten mit den Winden zu kämpfen, die durch das Sambodrom fegten - auch Uwe Herter (W1). Der Compound-Schütze des VfL Sindelfingen platzierte sich auf Platz 8 (609) und trifft im Achtelfinale am 16. September um 20.32 Uhr (15.32 Uhr brasilianischer Zeit) auf den Briten John Cavanagh. "Dafür, dass ich in den letzten beiden Tagen mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hatte und einen Tag gar nicht trainieren konnte, ist das Ergebnis ok. Aber da geht noch mehr", analysierte der 55-Jährige.

Gleiches gilt für Lucia Kupczyk (W2), die bei ihrer Paralympics-Premiere anfangs mit der Aufregung kämpfte, sich zum Ende aber fing. Sie belegte mit dem Compound-Bogen und 607 Punkten Rang 15. Cheftrainer Mathias Nagel: "Lucia hat genau die Herausforderung gefunden, die sie zu Leistungssteigerungen animiert." Ihre Gegnerin im Achtelfinale am 16. September ist die Iranerin Somayeh Abbaspour.

Bogenschießen hat eine lange Tradition und ist bereits seit der Paralympics-Premiere 1960 im Programm. In Rio gibt es neun Wettbewerbe - je drei bei den Männern, Damen und im Mixed–Team. Geschossen wird mit Compound- und mit dem Recurvebögen. Die in Ringe eingeteilte Zielscheibe ist beim Compound 80 Zentimeter breit und 50 Meter entfernt. Beim Recurve steht die 122-Zentimeter-Zielscheibe in 70 Metern Entfernung. Entweder sitzen die Schützen im Rollstuhl oder stehen. Zum Schießen werden neben den Armen auch Füße oder der Mund benutzt, je nach Behinderungsgrad. Die Pfeile treffen mit bis zu 200 Stundenkilometern auf die Zielscheibe. In der Vorrunde hat jeder Athlet zunächst 72 Pfeile. Trifft der Schütze das Ziel optimal, bekommt er zehn Punkte. Ergo können bis zu 720 Ringe erreicht werden. Die besten Schützen ziehen in die Finalrunde ein, die dann im direkten Duell ausgetragen wird.

Das deutsche Team im Überblick

Uwe Herter - Ind. Compound W1
Jennifer Heß - Ind. Recurve Open und Mixed-Team
Lucia Kupczyk - Ind. Compound Open 
Maik Szarszewski (Foto) - Ind. Recurve Open - Mixed-Team

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Text: DBS
Foto: World Archer
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