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Lisa Unruh und Damen-Recurveteam kämpfen um EM-Bronze

Am kommenden Sonntag kämpfen Lisa Unruh (Berlin/Foto) im Einzelwettbewerb mit dem Recurvebogen und das deutsche Damen-Recurveteam bei den Europameisterschaften der Bogensportler in Nottingham (Großbritannien) jeweils im kleinen Finale um die Bronzemedaillen.

Die Berlinerin, in der Qualifikation nach 635 Ringen auf Rang zwölf, hatte in der ersten Runde der Direktausscheidung zunächst ein Freilos, setzte sich Siret Luik (Estland) mit 7:1 durch, bezwang im Sechzehntelfinale Sarah Kwaks (Niederlande) glatt mit 6:0, musste sich im Achtelfinale gegen die Fünfte nach dem Vorkampf, Gulnaz Coskun (Türkei), beim 6:4 strecken, um weiter zu kommen und hatte auch im Viertelfinale gegen die Qualifikations-Vierte, Ksenia Perowa (Russland), beim 6:4 das bessere Ende für sich.

In der Vorschlussrunde war die Vorkampf-Erste, Tuiana Daschidorziewa (Russland), diesmal erfolgreicher und behielt mit 6:2 gegen die DSB-Schützin die Oberhand. Damit kämpft Lisa Unruh nun gegen Anastasia Pawlowa (Ukraine) um den dritten Platz und die Bronzemedaille.

Elena Richter (Berlin), griff als Dritte nach dem Vorkampf erst im Sechzehntelfinale in die Elimination ein, bezwang dort auch Alicia Marin mit 6:4 und im Achtelfinale deren Mannschaftskollegin Adriana Martin (beide Spanien) mit 6:2, musste dann aber in der Runde der besten acht Schützinnen Anastasia Pawlowa beim 4:6 den Vortritt lassen.

Veronika Haidn-Tschalova (Deggendorf) traf nach Freilos in Runde eins auf Ana Umer (Slowenien), die sie 6:0 abfertigte, ließ Berengere Schuh (Frankreich) beim 6:2 kaum Chancen und auch die Qualifikations-Zweite, Yasemin Anagoz (Türkei), verließ gegen die Frau von Bundestrainer Oliver Haidn beim 6:4 aus deutscher Sicht den Platz als Verliererin

Im Viertelfinale stand es gegen Veronika Marchenko (Ukraine) 5:5. Ein Stechen musste nun entscheiden, wer von den beiden Schützinnen das Halbfinale erreichen würde. Die Ukrainerin war in diesem Shoot-off die Glücklichere und siegte mit 10:8.

Das Damen-Trio, Zweiter nach der Qualifikation, besiegte im Achtelfinale das Team aus der Schweiz mit 5:1, setzte sich im Viertelfinale gegen Dänemark souverän mit 6:0 durch, verlor dann aber nach 4:4-Remis im Stechen gegen die Ukrainerinnen knapp mit 26:27 und steht nun am Sonnatg im kleinen Finale um Bronze, in dem dann Großbritannien der Gegner sein wird.

Bei den Herren siegte Florian Kahllund (Fockbek) zunächst mit 7:1 klar gegen Sigurjon Sigurdsson (Island). Auch Darren Wallace (Irland), der in der ersten Runde Marc Rudow (Oberstdorf) mit 6:2 bezwungen hatte, kam gegen den Europameister mit 3:7 unter die Räder, bevor nach 5:5-Unentschieden gegen Arsalan Baldanow (Russland) im Stechen mit 8:10 für den deutschen Quotenplatzgewinner für Rio das Aus im Sechzehntelfinale kam.

Die gleiche Runde erreichte auch Florian Floto (Braunschweig), der Asparuh Latew (Bulgarien) mit 6:0 vom Feld schickte, sich gegen Jaanus Gross (Estland) noch einmal mit 6:0 durchsetzte, bevor dann Pawel Marzec (Polen) beim 2:6 die Endstation für den Niedersachsen war.

Das deutsche Herrenteam traf in der ersten Runde des Mannschaftswettbewerbs auf Slowenien und verlor glatt mit 0:6. Auch das Mixed-Duo des DSB, Elena Richter und Florian Kahllund, schied in der ersten Runde aus. Die beiden DSB-Schützen unterlagen nach 4:4-Remis Taru Kuoppa und Antti Tekoniemi (Finnland) mit 18:19.

Die deutschen Damen mit dem Compoundbogen kamen allesamt ins Achtelfinale. Janine Meißner (Schmitten/Foto) besiegte nach Freilos in der ersten Runde zunächst Irene Franchini (Italien) mit 147:138, bevor sie gegen Maria Winogradowa (Russland) mit 145:149 ausschied.

Janine Meißner
Janine Meißner



Kristina Heigenhauser (Surberg), ebenfalls mit Freilos in Runde eins, bezwang in ihrem Auftaktmatch Helen Forsberg (Schweden) mit 143:142. Die Weltmeisterin von Antalya 2013 musste dann aber Sarah Prieels (Belgien) beim 143:146 in der dritten Runde den Vortritt lassen.

Velia Schall (Karlsruhe) musste bereits in der ersten Runde auf das Feld, bezwang dort Margret Einarsdottir (Island) mit 143:127 klar und hatte auch gegen Martine Couwenberg (Niederlande) beim 143:141 das bessere Ende für sich. Im Achtelfinale schied aber auch sie gegen Andrea Marcos (Spanien) mit 142:146 aus.

Das Damen-Trio des DSB hatte nach dem zweiten Platz in der Qualifikation zunächst ein Freilos, unterlag aber im Viertelfinale Großbritannien mit 218:220.

Marcel Trachsel (Barnstorf) war in Einzelwettbewerb bei den Herren bester Vertreter des Deutschen Schützenbundes, denn er erreichte das Achtelfinale durch einen 138:137-Erfolg gegen Victor Canalejas (Spanien) in der zweiten Runde, nachdem er ein Freilos zu Beginn hatte. Auch gegen den Zweiten nach dem Vorkampf, Domagoj Buden (Kroatien), konnte er sich knapp mit 147:146 durchsetzen, bevor er gegen Alberto Blasquez (Spanien) beim 142:148 ausschied.

Die anderen beiden deutschen Teilnehmer standen sich nach Freilos in der zweiten Runde direkt gegenüber. Leon Hollas (Döbeln) siegte gegen  Marcus Laube (Karlsruhe) in einem engen Match mit 143:142, verlor dann aber gegen Alexander Dambaew (Russland) mit 144:146.

Im Mannschaftswettbewerb unterlag das deutsche Team in der ersten Runde den Schützen aus der Türkei klar mit 220:230.

Im Mixed-Wettbewerb hatten Kristina Heigenhauser und Leon Hollas Katarzyna Szalanska und Jan Wojtas (Polen) zum Gegner. Das deutsche Duo schied nach einem 151:153 in Runde eins aus.

Text: DSB 
Fotos: Eckhard Frerichs
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