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Im Gespräch mit Karina Winter zur Mexican Challenge

Mexiko gegen den Rest der Welt - Der Spitzenathlet Juan Rene Serrano stampfte mit einer mexikanischen Event-Agentur innerhalb eines Monats ein internationales Turnier in Mexiko-Stadt aus dem Boden. Vor der historischen Kulisse des Schlosses Chapultepec  traf sich am 10. November 2013 die Crème de la Crème des internationalen Bogensport, um gegen Mexikos Bogensportler anzutreten. „Mexiko gegen den Rest der Welt“ war das Motto der Veranstaltung.  Medienwirksam sollte der Bogensport einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Pay-TV-Sender SKY SPORT übertrug den Wettkampf in Mexiko und 10 Ländern Lateinamerikas.  Karina Winter folgte der Einladung von Juan Rene Serrano und war von diesem Wettkampf überwältigt.  „Diese Challenge hatte einen Vorbildcharakter! Es war die beste Entscheidung, der Einladung zu folgen“, sagte Karina Winter in unserem Gespräch.

Die Mexican Challenge wurde kurzfristig geplant. Wann wurdest Du eingeladen?

Karina Winter: Etwa zwei Wochen nach der Weltmeisterschaft in Belek erhielt ich von Juan Rene Serrano über Facebook die Einladung zur Mexican Challenge. Er schrieb mir, dass die Kosten für den Flug und die Unterbringung komplett übernommen würden. Ich musste nicht lange überlegen und sagte zu. Am 07. November startete mein Flug. Der Wettkampf begann am 10. November 2013.

Vor der historischen Kulisse des Schlosses Chapultepec  traf sich die Crème de la Crème des internationalen Bogensports.
Vor der historischen Kulisse des Schlosses Chapultepec traf sich die Crème de la Crème des internationalen Bogensports.

Worum ging es bei der Mexican Challenge?

Karina Winter: Das wesentliche Ziel der Organisatoren war es, den Bogensport in Lateinamerika populärer zu machen. Der Wettkampf wurde in Mexiko City beworben. Zuschauertribünen verliefen im sicheren Abstand bis hin zu den Scheiben. Sieben Kameras des Pay-TV-Senders SKY SPORT übertrugen den Wettkampf für die Zuschauer vor Ort auf zwei Großleinwänden. SKY SPORT sendete den Wettkampf in Mexiko und 10 Staaten Lateinamerikas in Full HD-Auflösung. Aus sportlicher Sicht traten internationale Sportler gegen das Team Mexiko an. Die Veranstalter schütteten ein Preisgeld von $ 16.000 für das Siegerteam und $ 6.000 für das zweitplatzierte Team aus.

Wie setzten sich die Teams zusammen?

Karina Winter:  Mexikos Spitzenschützen schossen gegen das Team «All Stars International». Jedes Team war mit acht Sportlerinnen und Sportlern besetzt.  Innerhalb der Teams waren Recurve- und Compound-Athleten vertreten. Zum Team «All Stars International» zählten die Recurve-Schützen OH Jin Hyek aus Korea, Jean-Charles VALLADONT aus Frankreich, Jessica TOMASI aus Italien und ich. Mit dem Compound waren Peter ELZINGA aus den Niederlanden, Erika JONES aus den USA, Sara LOPEZ aus Kolumbien und Martin DAMSBO aus Dänemark im Team vertreten. Die Para-Sportler Matt STUTZMAN aus den USA und Baez TELLEZ aus Mexiko präsentierten den Zuschauern ebenfalls ein Match.

Welcher Wettkampfmodus wurde bei der Challenge geschossen?

Karina Winter: Vier Recurve- und vier Compound-Schützen waren in jedem Teams vertreten. Alle teilnehmenden Sportler haben Matches geschossen. Eine Qualifikation gab es nicht. Die Recurve-Schützen schossen auf 70 Meter, die Compounder auf 50 Meter, wie es bei internationalen Wettkämpfen üblich ist. Innerhalb der Matches traten die Sportler der jeweiligen Bogenklassen gegeneinander an. Jeder schoss gegen jeden in seiner Kategorie. Die Teams konnten bis zu 20 Punkte erreichen.  Für jedes gewonnene Einzel-Match gab es einen Punkt, für das Mixed Team-Match jeweils zwei Punkte. Am Nachmittag folgten die Wettbewerbe der Mixed-Teams.

Wie ging der Wettkampf aus?

Karina Winter: Bei den Einzelwettkämpfen am Vormittag ging das «All Stars International-Team» mit 10:6 Punkten in Führung. Bei den Mixed Team-Wettbewerben am Nachmittag sicherte sich das international besetzte Team weitere vier Punkte und gewann schließlich mit 14:6 gegen Mexiko.

Volle Tribünen bei der Mexican Challenge.
Volle Tribünen bei der Mexican Challenge.

Was war aus Deiner Sicht das Besondere an der Challenge in Mexiko-Stadt?

Karina Winter:  Das gesamte Event war perfekt organisiert. Juan Rene Serrano brachte als internationaler Bogensportler sein Expertenwissen in die Organisation ein und die Sportevent-Agentur nutzte alle Möglichkeiten der Vermarktung, um den Bogensport populärer zu machen. Trainings- und Wettkampffeld lagen sich gegenüber und waren über eine Brücke erreichbar. Im Zeitplan war genau festgelegt, wann ein Sportler im Match schießt. Jeder Sportler wurde von Security-Kräften am Trainingsfeld abgeholt und zum Wettkampfplatz begleitet. Für die angereisten Sportler standen Busse mit Fahrern zur Verfügung. Sponsoren, wie Gatorade, Samsung, die regionale Airline Volaris und die Regierungen von Mexiko und Mexiko-City, konnten durch die Veranstalter gewonnen werden. Mit dem Schloss Chapultepec  fanden die Organisatoren eine historische Kulisse in der Metropole mit knapp neunmillionen Einwohnern. Viele Passanten nutzten ihren Ausflug zum Schloss, um den Wettkampf anzusehen. Die Anzahl der Zuschauer war überwältigend.  Die Sportler schossen von einem Podest und auch die Scheiben waren erhöht aufgestellt. Diese Kulisse machte den Wettkampf zu einem spektakulären Ereignis.

Auch 2017 - Mexikos Spitzenschützen gegen das Team «All Stars International».
Auch 2017 - Mexikos Spitzenschützen gegen das Team «All Stars International».

Mexiko war also eine Reise wert!

Karina Winter: Diese Challenge hatte einen Vorbildcharakter! Es war die beste Entscheidung, der Einladung zu folgen. In den Tagen vor dem Wettkampf verbrachten die angereisten Sportler viel Zeit miteinander. Gemeinsam sahen wir uns die Stadt an und besuchten kulturelle Orte.  Ich habe dort neue Freunde gefunden und möchte die Zeit nicht missen. Mexiko hat mit dieser Challenge ein Beispiel geliefert, wie öffentlichkeitswirksam der Bogensport präsentiert werden kann. Für die Sportler gingen der Spaß am Bogensport und der Wettkampf Hand in Hand. Damit bot die Challenge einen Mix, den ich bis dahin in dieser Form noch nicht erlebt hatte. Die Challenge war emotional und atemberaubend.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

/GK

 

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