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Teil 1: BEITER Spezial - Nocken und Zubehör

Die Firma BEITER hat in den letzten Jahrzehnten mit vielen Produkten den Bogensport revolutioniert. Einige BEITER-Produkte sind patentiert, einzigartig und werden rund um den Globus im Spitzensport eingesetzt. Trotz der Verbreitung sind vielen Bogensportlern und Trainern die technischen Lösungen, Details, Variationsmöglichkeiten und Anwendungshinweise nicht in vollem Umfang bekannt. Innerhalb dieser neuen Artikelserie werden die Tipps und Tricks zum Pfeil- und Bogentuning aus dem WERNER & IRIS CENTER veröffentlicht. 

Die Asymmetrische Nocke

Der Pfeil hat ausschließlich über die Nocke, die Pfeilauflage und beim Recurvebogen auch über den Button seine Kontaktpunkte mit dem Sportbogen. Die Energie des Abschusses muss über diese Komponenten präzise an den Pfeil übertragen werden, damit die bestmögliche Pfeilgruppierung erreicht werden kann. BEITER hat sich u.a. auf die Konstruktion und die Entwicklung dieses Equipments spezialisiert und ist das einzige Unternehmen weltweit, das aus einer Hand Produkte anbietet, mit denen eben diese Kontaktpunkte zwischen Pfeil und Bogen optimal aufeinander abstimmt werden können.

Die asymmetrische Nocke von BEITER wurde speziell für Recurveschützen entwickelt und bildet zusammen mit dem BEITER-Nockpunkt ein System. Gleichwohl kann die Nocke auch mit anderen Nockpunkten geschossen werden. Ausschlaggebend für die Konstruktion der asymmetrischen BEITER-Nocke war der angewinkelte Verlauf der Sehne im Nockboden während des Vollauszugs bei den Recurvschützen. Der Mittelfinger, der an der Sehne unterhalb der Nocke platziert wird, übernimmt von den drei Fingern der Zughand die größte Zugkraft. Die Sehne bildet im Vollauszug am Mittelfinger einen Winkelscheitel und die Sehne verläuft im Bereich des Nockpunktes schräg nach oben zum Wurfarm. Aufnahmen mit der High Speed-Kamera im WERNER & IRIS CENTER zeigen, dass der Mittelfinger beim Lösen als letzter Finger die Sehne verlässt. Die Asymmetrie des Nockbodens wurde auf diese Besonderheit der Recurveschützen ausgerichtet. Nach dem Lösen kann die Sehne ihre volle Energie über den Nockboden auf den Pfeil übertragen. Im internationalen Spitzensport ist sie die am häufigsten eingesetzte Nocke bei den Athleten, die mit dem Recurvebogen schießen.



Beim Einnocken ist darauf zu achten, dass die markante Einkerbung (für die Aufnahme des Wulstes der Nockpunktschulter des BEITER-Nockpunktes) oben liegt. Bei den transparenten Nocken steht zudem das BEITER-Logo nach dem Einnocken oben. Wird das System der asymmetrischen BEITER-Nocke mit dem BEITER-Nockpunkt eingesetzt, kann ein falsch eingenockter Pfeil nicht geschossen werden. Das System der beiden Komponenten wirft den Pfeil beim Ausziehen der Sehne aus dem Nockpunkt.

Hunter- und Compound-Nocken

Hunter- und Compound-Nocken von BEITER besitzen einen symmetrischen Nockboden. Beim Compound erfolgt der Zug über den Loop, der an der Sehne befestigt ist. Die Winkelscheitel befinden sich am Loop jeweils ober- und unterhalb der Nocke und die Sehne liegt gerade im Nockboden.

Verschiedene Nocktypen

Im Laufe der Jahre entwickelte BEITER verschiedene Nocktypen, jeweils in verschiedenen Größen und Farben für die handelsüblichen Pfeilschäfte. Dazu zählen die Insert-Nocke, die Out-Nocke, die InOut-Nocke, die Pin-Nocke, die PinOut-Nocke sowie die Hunter-Nocke. Alle Nocken eines Modells, unabhängig von der Farbe, kommen aus einer einzigen Spritzgussform, so dass garantiert ist, dass ein Kunde beim Kauf seines Dutzend, absolut identische Nocken erhält. So sind geringste Toleranzen und größtmögliche Präzision gewährleistet. Alle BEITER-Nocken werden aus dem gleichen Kunststoff hergestellt, der lediglich unterschiedlich eingefärbt wird. Eine Materialänderung ist durch die Einfärbung derart gering, dass die Nocken in unterschiedlichen Farben ein identisches Trefferbild der Pfeile erzeugen.

Die richtige Größe der Nocken

BEITER-Nocken unterscheiden sich von den Klemmnocken anderer Hersteller durch die flexiblen und parallel angeordneten Nockflügel. Beim Aufsetzen der Nocke auf die Sehne spreizen die Nockflügel kurz nach außen und die Nocke rastet federnd ein. Die BEITER-Nocke sitzt ohne Spannung im Nockpunkt. Dieses von BEITER entwickelte Konstruktionsmerkmal garantiert, dass sich die Nocke bei jedem Schuss konstant vom Nockpunkt lösen kann. Für Sehnen mit höheren Strangzahlen sind BEITER-Nocken mit einem größeren Nockbett verfügbar. Die Größenangabe ist bei allen durchscheinenden und einigen vollen Farben mit den Ziffern 1 oder 2 in der Nocke sichtbar.

Der Sportler kann die ideale Passform der Nocke auf seiner Mittelwicklung einfach testen.

  1. Beim Einnocken rastet die Nocke federnd ein.
  2. Das Nockbett bietet so viel Freiraum, dass die Nocke nun ohne Widerstand auf der Mittelwicklung hoch- und runtergeschoben werden kann; die Nocke darf nicht klemmen.
  3. Wird der Schaft nach dem Einnocken gedreht, ist der Spielraum zwischen Mittelwicklung und Nockbett so gering, dass die Nocke nicht verkantet.
Die Abbildung zeigt eine Nocke, die bei der Drehung sichtbar verkantet und zu groß für die Mittelwicklung ist.
Die Abbildung zeigt eine Nocke, die bei der Drehung sichtbar verkantet und zu groß für die Mittelwicklung ist.

Bei der Verwendung des BEITER-Nockpunktes kann die korrekte Nockgröße mit Hilfe einer Messung des Sehnendurchmessers ermittelt werden. Sehnen mit einem Durchmesser von bis zu 1,8 mm erfordern die Nocke in der Größe 1. Liegt der Durchmesser bei bis zu 2,0 mm, wird eine Nocke in der Größe 2 eingesetzt. Da der BEITER-Nockpunkt direkt auf die Stränge der Sehne gewickelt wird, erfolgt die Messung des Sehnendurchmessers ohne Mittelwicklung. Eine detaillierte Beschreibung zur Fixierung des Nockpunktes in der Mittelwicklung ist dem 3. Teil dieser Artikelserie zu entnehmen.

BEITER-Nocken im Bogentuning

Beim Feintuning experimentieren Sportler häufig mit unterschiedlichen Pfeilspitzen, Federn und Buttoneinstellungen. Internationale Spitzensportler wissen, dass die verschiedenen Nocktypen das Abschuss- und Gruppierungsverhalten ihrer Pfeile verändern. BEITER bietet mit den unterschiedlichen Nocktypen eine hohe Variabilität für das Feintuning an. Beim Ausschießen von Pfeilgruppen wird nach dem Wechsel des Nocktyps ein Maßband zur Hilfe genommen, um den Gruppenumfang auszumessen. Mit einer individuellen Bogen- und Pfeilkonfiguration können so Pfeilgruppierungen optimiert werden. Darüber hinaus haben die Nocktypen mit ihren Konstruktionsmerkmalen verschiedene Eigenschaften. Die Pin-Nocke passt auf die handelsüblichen Pins und bieten einen besonderen Schutz des Schaftes beim Aufschuss. Doch ist der Pin selbst eine zusätzliche Komponente, die letztlich fehlerhaft oder beschädigt sein kann. „Wer eine Direktnocke verwendet, kann also Fehlerquellen reduzieren“, verrät Andreas Lorenz von BEITER. Die InOut-Nocke ist eine solche Direktnocke. Sie sitzt passgenau im Schaft und verfügt über einen schützenden Außendurchmesser. Die Out-Nocke hingegen umschließt den Schaft ausschließlich von außen: von Spitzenschützen im Recurvebereich wird eben diese Nocke am häufig geschossen, obwohl der Pfeil leichter beschädigt werden kann. Trotzdem entscheiden sich viele Top-Schützen für die Out-Nocke von BEITER.

Die passende Nocke für unterschiedliche Pfeilschäfte finden

Welche Nocktypen für Pfeilschäfte der verschiedenen Hersteller zur Verfügung stehen, kann mit der Nocksuchfunktion unter www.wernerbeiter.com herausgefiltert werden. Diese Funktion kann in der Rubrik „Nocken & Zubehör“ aufgerufen werden. Eine Beschreibung zur Anwendung der Funktion ist der Website zu entnehmen.

Nocksuchfunktion unter www.wernerbeiter.com
Nocksuchfunktion unter www.wernerbeiter.com

Achtung: Lösungsmittel schädigen die Materialstruktur

Bereits die Dämpfe von Lösungsmitteln greifen die Materialstruktur der Nocke an. Die Nocke ist also vom Pfeilschaft zu entfernen, wenn Pfeilspitzen mit lösungsmittelhaltigen Klebern eingesetzt werden. Wird der Pfeilschaft von innen beispielsweise mit  Aceton oder anderen Lösungsmitteln gereinigt, darf die Nocke erst wieder eingesetzt werden, wenn sich die Dämpfe verflüchtigt haben. Andernfalls verbleiben die Lösungsmittel im geschlossenen Schaft und zersetzen die Materialstruktur der Nocke. Auch beim Reinigen der Schaftenden vor dem Befiedern mit Lösungsmitteln ist die Nocke zu entfernen.

Lösungsmittel schädigen die Materialstruktur.
Lösungsmittel schädigen die Materialstruktur.

BEITER Push'n'Pull

Eine beschädigte oder verformte Nocke wird keine guten Pfeilgruppierungen ermöglichen. Push'n'Pull  ist ein BEITER-Tool für das beschädigungsfreie Einsetzen, Entfernen und Drehen bzw. Ausrichten der BEITER-Nocke. Selbst fest sitzende Nocken werden ohne Kombizange oder anderem Werkzeug so aus dem Pfeilschaft entfernt, dass sie wiederbenutzt werden können. Im Push'n'Pull befindet sich die Negativform der BEITER-Nocke. Das Tool wird seitlich auf die Nocke geschoben und bietet dem Anwender eine große Fläche für einen festen Griff mit Daumen und Zeigefinger. Push'n'Pull ist für die Nockgrößen 1, 2 und Hunter erhältlich.

Push & Pull garantiert beschädigungsfreies Arbeiten.
Push & Pull garantiert beschädigungsfreies Arbeiten.

Beschädigte Nocken mit dem Extractor entfernen

Sind nach einem Aufschuss die Nockflügel beschädigt oder von der Nocke gebrochen, wird Push'n'Pull seinen Dienst verweigern. Um den Nockschaft dennoch aus dem Pfeil entfernen zu können, entwickelte BEITER den Extractor.

  1. Die Metallspitze des Extractors wird erhitzt, beispielsweise mit einem Feuerzeug.
  2. Die erhitzte Spitze des Extractors wird in die Nocke geschoben, so dass sie in den Nockschaft schmilzt.
  3. Nach etwa 20 Sekunden ist die Spitze des Extractors soweit abgekühlt, dass die beschädigte Nocke aus dem Pfeilschaft gezogen werden kann; ideal erfolgt das mit einer Drehbewegung.
  4. Im letzten Arbeitsschritt wird der Nockschaft ebenfalls mit einer Drehbewegung vom Extractor entfernt; z.B. mit einer Zange.

Der Extractor ist mit einer Metallspitze im Durchmesser von 2,5 mm (z.B. für EASTON X10) und 3 mm (z.B. für EASTON ACE) erhältlich.

Mit dem Extractor werden beschädigte Nocken entfernt.
Mit dem Extractor werden beschädigte Nocken entfernt.

Nocken sicher aufbewahren im BEITER-Nockdepot

Das BEITER-Nockdepot bietet Platz für ein Dutzend Nocken und kann am Köcher befestigt oder im Bogenkoffer verstaut werden. Für jede Nocke steht eine Negativform bereit und beim Einsetzen im Nockdepot rastet die Nocke ein. Durch eine Kippbewegung über den Nockflügel kann die Nocke aus dem Nockdepot herausgenommen werden. Die Nockflügel und das Nockbett werden im Nockdepot vor Beschädigungen geschützt. Der Sportler erhält einen Überblick über seine Ersatznocken und kann das Nockdepot beim Besuch seines Bogensportfachhändlers auffüllen lassen. Wer beim Pfeiltuning mit verschiedenen Nocktypen experimentieren möchte, hat seine Nocktypen im Nockdepot sofort griffbereit. Das schützende Tool ist für Nocken in den Größen 1 und 2 sowie für die Hunter-Nocke erhältlich.

Durch eine Kippbewegung über den Nockflügel kann die Nocke aus dem Nockdepot herausgenommen werden.
Durch eine Kippbewegung über den Nockflügel kann die Nocke aus dem Nockdepot herausgenommen werden.

Farben der Tools kennzeichnen die Zuordnung zu den Nockgrößen

BEITER hat die Tools für die verschiedenen Nockgrößen sowie die Tools für die Hunter-Nocke farblich gekennzeichnet. Das betrifft das Tool Push'n'Pull, das Nockdepot sowie den Nockadapter, der im 2. Teil dieser Artikelserie vorgestellt wird.

  • Nockgröße 1 – schwarze Tools
  • Nockgröße 2 – orangefarbene Tools
  • Hunter-Nocke – grüne Tools
Farbliche Kennzeichnung für die Nockgrößen und die Hunter-Nocke.
Farbliche Kennzeichnung für die Nockgrößen und die Hunter-Nocke.

Informationen der Firma Beiter im Internet

Überblick aller Artikel dieser Serie

Text: GK

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