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Das EZE-Center Laser LTA - Alignement Tool im Praxistest

Bogentuning mit dem Laser - Die Ausrichtung der Wurfarme beim Recurve, die Position der Cams beim Compound und die seitliche Ausrichtung des Pfeils auf der Pfeilauflage, zählen zu den wichtigen Überprüfungen beim Set-up eines Sportbogens. Spitzenleistungen sind mit einem falsch eingestellten Bogen oder gar mit verzogenen Wurfarmen nicht zu erwarten.  Das „EZE-Center Laser LTA - Alignement Tool“ verspricht dem Sportler die exakte Vermessung des Sportbogens. Doch ist dieses Tool tatsächlich praktikabel?  Ich habe mir die Tuning-Hilfe genauer angesehen.

Das „EZE-Center Laser LTA - Alignement Tool“ wird von dem US-Unternehmen Easy Eye Archery Products Inc. vertrieben.  Der Körper des Tools besteht aus massivem Aluminium. Ausgeliefert wird das Tool inklusive Knopfzellen, von denen der Laser seine Energie lädt. Mit einem Druckschalter wird der Laser in Betrieb genommen. Bei unserem Testprodukt musste zunächst die Metallfeder in der Batterieaufnahme auseinandergezogen werden, damit die Feder einen Kontakt zu den Knopfzellen herstellen konnte. Danach funktionierte der Laser problemlos. Insgesamt ist das Gerät solide verarbeitet.

Hinweis zur Justierung des Laserkopfes

Bevor erste Messungen präzise vorgenommen können, sollte die Ausrichtung des Lasers geprüft werden. Der Laser wird dazu mit der Grundplatte an eine gerade Wand gehalten. Beim Schwenken des Laserkopfes muss sich der Laserpunkt exakt gerade bewegen. Korrekturen können am Gehäuse vorgenommen werden. Unter dem Aufkleber mit den Warnhinweisen befinden sich drei Inbusschrauben, mit der die Justierung des Laserkopfes vorgenommen werden kann.

Montage und Grundeinstellung

Die Montage erfolgt an der Visieraufnahme des Bogenmittelteils. Die integrierten Schrauben des Tools passen exakt in die Gewinde der Visieraufnahme und das Tool lässt sich so absolut präzise befestigen. Durch das Drehen der breiten Gewindestange wird die seitliche Ausrichtung des Laserkopfes vorgenommen und anschließend mit einer Schraube fixiert. Der Laserkopf wird beim späteren Vermessen des Bogens am Ende der Gewindestange  geschwenkt, um die vertikalen Zielpunkte des Lasers variieren zu können. Dieses Schwenken erfolgt präzise und spielfrei.  Die seitliche Ausrichtung ändert sich beim Schwenken des Laserkopfes nicht.

Für die Grundeinstellung wird der Laserkopf zunächst auf die exakte Mitte des Mittelteils eingestellt.
Für die Grundeinstellung wird der Laserkopf zunächst auf die exakte Mitte des Mittelteils eingestellt.

Ausgangspunkt für alle Messungen mit dem Laser ist die Mitte des Bogenmittelteils. Daher wird für die seitliche Ausrichtung des Laserkopfes zunächst ein mittig liegender Fixpunkt am Mittelteil des Bogens festgelegt. Dieser Fixpunkt sollte vom Laser möglichst weit entfernt platziert werden, also am unteren Ende des Mittelteils. Je nach Form des Mittelteils kann die exakte Mitte vermessen und markiert werden, oder der Fixpunkt wird im Bereich eines rückwärtigen Stabigewindes oder der Tillerbohrung gesetzt. Beachtet werden muss allerdings, dass sich bei einigen Bogentypen die rückwärtigen Stabigewinde nicht exakt in der Mitte des Mittelteils befinden. Diese Besonderheit ist durch den Anwender zunächst zu klären.

Vermessung der Wurfarmausrichtung

Eine echte Empfehlung für die Messungen sind Beiter Wurfarmschablonen. Beiter bietet diese Wurfarmschablonen für Recurve- und Compound-Bögen in  verschiedenen Breiten an.
Diese Schablonen werden oben, mittig und unten auf jedem Wurfarm positioniert und zeigen dem Anwender mit Hilfe von Markierungen die Mitte der Wurfarme an. Der Laser wird nun auf jede Schablone geschwenkt. Verläuft der Laser durch die Mitte aller Schablonen, sind keine Korrekturen notwendig. Andernfalls sind zwei Prüfungen am Bogen erforderlich:

  • Sind die Wurfarme verzogen?
  • Ist die seitliche Ausrichtung der Wurfarme korrekt?
Der Laserpunkt liegt hier exakt in der Mitte der Wurfarmschablone.
Der Laserpunkt liegt hier exakt in der Mitte der Wurfarmschablone.

Moderne Sportbögen bieten die Möglichkeit, die seitliche Ausrichtung der Wurfarme vorzunehmen. Die Hersteller verwenden für diese Ausrichtung unterschiedliche Systeme.

Wird der Laserkopf rückwärtig geschwenkt, sollte der Laserpunkt bei einem korrekten Set-up auf der Sehne liegen. Schwenkt der Anwender den Laser nach vorn, sollte der Leuchtpunkt mittig auf dem Monostabilisator platziert werden können.
Wurfarme, die sich im Vollauszug verziehen, sind defekt. Bei dem folgenden Test zieht der Sportler seinen Bogen aus und geht in den Anker. Ein Partner schwenkt den Laserkopf auf die Beiter-Wurfarmschablonen und erkennt bei diesem Test, ob die Wurfarme auch im Vollauszug grade bleiben.

Vermessung der Cams beim Compound

Mit einem einfachen Schwenken des Laserkopfes auf die Cams des Compounds lässt sich die Position des Sehnenverlaufs in den Cams prüfen. Aus der Messung können sich notwendige Korrekturen ergeben.

Vermessung der Cams beim Compound.
Vermessung der Cams beim Compound.

Center Shot-Einstellungen prüfen

Die seitliche Ausrichtung des Pfeils auf der Pfeilauflage gelingt mit dem Laser-Tool im Handumdrehen. Nach dem Einnocken des Pfeils wird der Laser auf die Pfeilspitze gerichtet. Der Leuchtpunkt zeigt exakt die seitliche Pfeilausrichtung an. Einstellungen können während des Laserbetriebs vorgenommen werden. Um den Center Shot auch im Vollauszug zu überprüfen, kann mit dem Beiter Brace gearbeitet werden. Dieses Tool von B eiter wird auf die Pfeillänge eingestellt und in der Griffschale sowie unterhalb der Nockpunkte platziert. Der Bogen befindet sich dann also im Vollauszug. Der Laser nun auf den Pfeil gerichtet.

Vermessung der Sehne beim Recurve.
Vermessung der Sehne beim Recurve.

Einsatz des Lasers im Training

Spitzensportler können Ihr Visierkorn innerhalb eines kleinen Zielfensters im Gold halten. Trainer können die Größe des individuellen Zielfensters bei einem Sportler mit Hilfe des Lasers prüfen. Dabei muss der Sportler im Vollauszug den Laser auf der Scheibenauflage platzieren und während der Zielphase möglichst ruhig halten.  Der Olympiakader setzt derartige Lasermessungen im Rahmen der sogenannten Testbatterie ein. Bei dem „Ankerhaltetest“ wird die Zeit gemessen, in der ein Sportler seinen Pfeil unter dem Klicker halten kann und mit dem Laser innerhalb eines zuvor definierten Zielfensters auf der Scheibenauflage bleibt.

Fazit des Tests

Mit Beiter Wurfarmschablonen und einem guten Augenmaß lassen sich auch ohne Laser die Wurfarmausrichtung, die Ausrichtung des Pfeils auf der Pfeilauflage und die Ausrichtung des Monostabilisators prüfen.  Für Tests im Vollauszug ist das „Beiter Brace“ als Tool im Handel. Doch zeigt sich in der Praxis, dass dieses Augenmaß von Sportler zu Sportler unterschiedlich sein kann. Während ein Beobachter beispielsweise die Sehne exakt in der Mitte der Schablonen sieht, erkennt ein anderer Sportler eine leichte Abweichung der Sehne. Ähnlich kann es bei der seitlichen Pfeilausrichtung sein. Das EZE-Center Laser LTA - Alignement Tool liefert bei allen durchgeführten Messungen in Verbindung mit den Beiter Wurfarmschablonen gute Ergebnisse. Darüber hinaus lassen sich bei Compounds die Cams vermessen und im Training ist das Tool bei der Ermittlung des Haltefensters einsetzbar. Das Tool ist eine sinnvolle Investition. Für knapp über € 120 Euro ist das EZE-Center Laser LTA im Bogensporthandel.

Text: GK

 

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